Wir trauern um Sabine Heitmann


Unser langjähriges Mitglied Sabine Heitmann ist am 4. August gestorben.
In tiefer Trauer denken wir an Sabine, die mit ihrer ganzen Persönlichkeit die Kulturinitiative und besonders „Kunst und Handwerk“ geprägt hat.
Sie nicht mehr unter uns zu wissen, schmerzt und wir vermissen sie.

Im Gedenken an Sabine

Der Vorstand
Maria Hesse, Christian Vogel, Uta Meyer-Herder


Nachruf zum Tode von Sabine Heitmann

Über zwei Jahre hat sie mit dieser schweren, heimtückischen Krankheit gekämpft und fest daran geglaubt, sie doch überwinden zu können.
Sie war doch zufrieden in ihrer Familie, dem engen Freundeskreis, den vielseitigen Interessen, die sich mit Kunst, Gartenbau, Literatur und auch gesunder Ernährung befassten. Als ehemalige Ökotrophologin, wusste sie über den Wert und den Inhalt naturgemäßer Ernährung Bescheid, säte und pflanzte in dem familieneigenen Bauerngarten nahe Uelzen, wo es sie immer wieder am Wochenende hinzog. Hier gab sie auch Kurse, zeigte Freundinnen und Kursteilnehmern, wie man in den unterschiedlichsten Variationen Papier und Grau-Pappe zu Buchbindekunst verarbeitet.
Am Ende ihres Lebensweges war ihr klar geworden, dass sie nun los lassen muss. Und sie hat es getan.
Sabine Heitmann, die den Kunsthandwerkermarkt der Kulturinitiative in Döhren voll und eigenverantwortlich prägte, ist tot.

Noch in diesem Jahr, in welchem Corona bedingt fast alle Veranstaltungen ausfallen, konnte am 1. März kurz vor der allgemeinen Schließung noch einmal der 17. Markt im Freizeitheim stattfinden, bei dem Sabine trotz Krankheit durchgängig anwesend war. Sie hatte eine Liste mit herausragenden Ausstellern wieder zusammengestellt, die sie selbst kannte und schätzte und nach dem Motto: „Qualität und Niveau geht vor Quantität“ einlud.
Es war ihr überhaupt nicht wichtig „geehrt“ zu werden, nein, sie wollte immer in der „zweiten Reihe“ stehen. Wichtig war ihr das Gesamtbild eines abwechslungsreichen, qualitätsvollen Kunsthandwerkermarktes. Einmal im Jahr kamen Kunstschaffende aus Hannover und Umgebung, oft auch aus entfernten Gegenden angereist, um an einem Frühlingssonntag ihre individuellen hochwertigen Produkte auszustellen.
Jüngere Kunstschaffende wurden vermehrt eingeladen, wenn die Arbeit überzeugte. Das gab der Ausstellung immer wieder einen „neuen, bunten Farbtupfer“ Der Wechsel der Angebote lockte neue Kunden, auch aus dem Umland an diesem Sonntag ins Freizeitheim, so dass der Kunsthandwerkermarkt der KI immer bekannter und beliebter wurde.
Wie oft hat Sabine mit ihrem Mann, den weit Angereisten spontan Unterkunft in dem gemütlichen Zuhause in Döhren angeboten.
Mit Anne Guehler und Antje Helmcke gründete sie 2004 das Geschäft Handwerk in Döhren, (als es darum ging die Fiedelerstraße zu „beleben“ und dem drohendem Leerstand entgegen zu wirken), welches später alleine von Anne weitergeführt wurde. Dieses Geschäft ist noch eins der schönsten Läden in Döhren, weil es außergewöhnliche Handwerkskunst anbietet.

Die KI in Döhren fühlt sich verpflichtet weiterhin den Kunsthandwerkern einmal im Jahr ein Podium zu geben. Wir hoffen, dass wir es schaffen, eine strenge, doch gerechte Auswahl hinsichtlich der Qualität zu gewährleisten. Eine der größten Sorgen von Sabine war, dass wir in der angebotenen Vielfalt die richtige Auswahl treffen. Denn nur so kann das Niveau beibehalten werden.
Auf zahlreichen Ausstellungen und Bazaren konnte man auch Sabines handwerklich kunstvoll ausgeführte Buchbindearbeiten bewundern und erwerben.

Wir erinnern uns sehr dankbar an Sabine Heitmanns selbst gestellte Aufgaben in unserer KI, die sie verantwortungsvoll, zurückhaltend und mit großer Kompetenz für uns geleistet hat.

Sunnhild Reinckens und Ursula Klein